Das Schwierigste am Schreiben, das ist das auf der Zeile bleiben

22 03 2010

Derek merkt an, dass es hier lange nichts mehr zu lesen gab. Womit er definitiv recht hat. Eigentlich wollte ich mich hier wieder blicken lassen, wenn ich die Erfolgsnachricht “Abgegeben!” melden kann. Aber ich habe die maledeite Dissertation noch nicht abgegeben, weshalb ich, lieber Leser, einem weisen Dichter das Wort überlasse:

Philosophie–Geschichte (Robert Gernhardt)

Die Innen- und die Außenwelt,

die war’n mal eine Einheit.

Das sah ein Philosoph, der drang

erregt auf Klar- und Reinheit.

Die Innenwelt,

dadurch erschreckt,

versteckte sich in dem Subjekt.

Als dies die

Außenwelt entdeckte,

verkroch sie sich in dem Objekte.

Der Philosoph sah dies erfreut:

indem er diesen Zwiespalt schuf,

erwarb er sich für alle Zeit

den Daseinszweck und den Beruf.

Die beiden letzten Zeilen sind doch irgendwie tröstlich, gell?!


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3 Antworten

26 03 2010
Derek

Herrliche Zeilen. Wünsche Dir weiterhin viel Durchhaltevermögen mir Deiner Diss! Wie heißt es doch so schön bei Wittgenstein: “Der Gruß der Philosophen unter einander sollte sein: »Laß Dir Zeit!«”

9 04 2010
Maria

5 07 2011
derblindehund

Lieber Herr Kraft,

werden Sie Ihr blog irgendwann weiterführen? Ich kenne mich überhaupt nicht gut aus in der blog-Szene und möglicherweise habe ich bisher immer falsch gesucht, aber interessante Philosophie-blogs in deutscher Sprache scheint es nicht sehr oft zu geben. Schön wär’s jedenfalls!

Grüße,
derblindehund

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