… soll etwas über dieses Blog erzählen. Und über meine Motivation, überhaupt ein Blog zu führen. Der Anlass ist nicht schwer auszumachen: In einer Woche fange ich an, einer akademischen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Ich habe zwar auch vorher schon Geld bekommen fürs Philosophietreiben, aber mit einer Stelle als wissenschaftlichem Mitarbeiter ist doch ein Qualitätswechsel verbunden. Während ich bisher ganz auf der Studentenseite des Lebens stand, habe ich mich nun mehr oder minder entschieden, in der akademischen Welt zumindest einen ernsthaften Versuch zu unternehmen. Was aus diesem Versuch wird, lässt sich hier demnächst nachlesen.
Ich bin schlicht neugierig, wie sich die neue vernetzte Welt auf die Philosophie auswirken wird. Die Möglichkeiten sind vielversprechend. Da will ich einfach selber mal ausprobieren, welche Möglichkeiten sich hier bieten und was mir gelingt. Auch wenn wir das nicht gerne hören, sollten wir uns doch ab und an daran erinnern: Die akademische Philosophie, so wie wir sie kennen, gäbe es nicht, wenn die öffentliche Hand nicht Geld dafür ausgäbe. Ich glaube, noch nicht einmal meine Familie weiß – über eine generische Beschreibung hinaus -, was ich als Philosoph eigentlich tue. Das ist schade. Ein wenig mehr Sichtbarkeit täte (mir) gut.
So viel zum Anlass. Aber was soll es hier zu lesen geben? Da mich das Blogprogramm bei jedem neuen Beitrag nach einer Kategorie fragt, stell ich hier kurz die Kategorien vor, die ich mir zurecht gelegt habe. Zunächst gibt es hier natürlich die Kategorie „Philosophie“. Ich werde versuchen, ein paar meiner im Entstehen befindlichen philosophischen Ideen wiederzugeben. Das Wort „Idee“ ist hier mit Bedacht gewählt. Meine Beiträge werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit oft unausgearbeitet, schwammig formuliert und von eher marginaler Relevanz sein. Eine handvoll Zeilen reichen sowieso nicht hin, um z.B. mal eben die Ergebnisse meiner Dissertation darzustellen. Also werde ich das gar nicht erst versuchen. Neben eigenen Gedanken plane ich auch über solches zu schreiben, was mich bei meiner Lektüre, beim Diskutieren mit anderen, beim Surfen im Netz oder bei Vorträgen zu Kommentaren anregt. Eine andere Kategorie ist das, was ich „Am Philosophischen Seminar“ genannt habe. Das sind die kleinen Neuigkeiten und Erlebnisse aus dem Göttinger Philosophischen Seminar. Keine Angst, eine Klatschseite soll dies deshalb nicht werden. „Mein Alltag“ schließlich deckt das ab, was alle, die mich nicht persönlich kennen, nicht interessieren wird. Auch eingerichtet habe ich die Kategorie „Aus der akademischen Welt“. Ob ich wirklich mal etwas zu Hochschulpolitik und verwandten Dingen schreiben will, weiß ich noch nicht, aber immerhin steht dies schon mal auf der Agenda respektive der Kategorienliste.
Nicht enden möchte ich diesen Beitrag, ohne zu Kommentaren aufzufordern. Schreiben macht gleich doppelt so viel Freude, wenn es auf Reaktionen trifft! Anonyme Kommentare sind möglich; es muss also niemand befürchten, dass seine Kommentare bei Google seinem Namen zugeordnet werden. Bleibt mir nur noch zu sagen: Ich bin gespannt, wie sich dieses Blog entwickeln wird!
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